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NEWSLETTER 7/2015: Reisekosten versus Pendlerpauschale

Attraktive Steuersparmöglichkeiten bei den Fahrtkosten

Attraktive Steuersparmöglichkeiten bei den FahrtkostenArbeitnehmer können die Kosten fĂŒr die Fahrt zu ihrer TĂ€tigkeitsstĂ€tte steuerlich geltend machen. Im Rahmen der Entfernungspauschale können sie 0,30 Euro pro Entfernungskilometer (= einfacher Weg) von der Steuer absetzen. Wesentlich attraktiver aber ist die Abrechnung der tatsĂ€chlich gefahrenen Kilometer. Diese Möglichkeit steht jedoch lĂ€ngst nicht allen Arbeitnehmern offen.

„FĂŒr die Fahrt zur ersten TĂ€tigkeitsstĂ€tte gilt lediglich die Entfernungspauschale fĂŒr den einfachen Weg“, stellt Steuerberater Wolfgang Dill aus Limburg klar. „FĂ€hrt der Arbeitnehmer aber einen auswĂ€rtigen TĂ€tigkeitsort an, so kann er seine Fahrten dorthin mit den tatsĂ€chlich gefahrenen Kilometern – also den Hin- und RĂŒckweg – abrechnen“, erklĂ€rt der Steuerexperte. Hierbei hat der Arbeitnehmer zudem die Möglichkeit, entweder die tatsĂ€chlichen Aufwendungen fĂŒr sein genutztes Beförderungsmittel abzusetzen oder pauschalierte KilometersĂ€tze nach dem Bundesreisekostengesetz (0,30 Euro pro km bei Pkw-Nutzung, 0,20 Euro pro km bei Nutzung anderer motorbetriebener Fahrzeuge).

Worin genau besteht aber der Unterschied zwischen erster TĂ€tigkeitsstĂ€tte und auswĂ€rtigem TĂ€tigkeitsort? Im Normalfall hat ein Arbeitnehmer pro DienstverhĂ€ltnis eine erste TĂ€tigkeitsstĂ€tte, die vom Arbeitgeber bestimmt wird. „Fehlt aber eine solche Festlegung oder ist sie nicht eindeutig, greifen weitere PrĂŒfkriterien aus dem Einkommensteuergesetz“, sagt Steuerberater Dill. „Kommen mehrere Orte als erste TĂ€tigkeitsstĂ€tte in Betracht und hat der Arbeitgeber keine entsprechende Zuordnung getroffen, wertet das Finanzamt denjenigen Arbeitsort als erste TĂ€tigkeitsstĂ€tte, der der Wohnung des Arbeitnehmers örtlich am nĂ€chsten liegt“, weiß der Fachmann.

In der Berufspraxis kommt es natĂŒrlich öfter vor, dass Arbeitnehmer keine klar bestimmte TĂ€tigkeitsstĂ€tte haben, z.B. Bus- oder Lkw-Fahrer. Dennoch mĂŒssen sie in aller Regel fĂŒr die Arbeitsaufnahme tagtĂ€glich zu einem definierten Ort fahren (z.B. zum Fahrzeugdepot). Dann ist dieser Ort auch nach dem Einkommensteuergesetz die erste TĂ€tigkeitsstĂ€tte. Demnach gilt fĂŒr Fahrten dorthin auch nur die Entfernungspauschale. Aber: „Wenn die Orte der Arbeitsaufnahme stĂ€ndig wechseln, darf der Arbeitnehmer seine Fahrtkosten unbeschrĂ€nkt steuerlich geltend machen“, so Wolfgang Dill.

Foto: Gina Sanders/fotolia.de


Was können Sie tun?

Nutzen Sie Ihr volles Steuersparpotential!

Insgesamt gelten bei der gesetzestreuen Bestimmung der ersten TĂ€tigkeitsstĂ€tte, der Abgrenzung zur AuswĂ€rtstĂ€tigkeit und der Absetzbarkeit von Reisekosten komplexe steuerliche Regeln. Gleichzeitig spielt bei einer AuswĂ€rtstĂ€tigkeit auch nicht nur das Thema Fahrtkosten eine Rolle, sondern darĂŒber hinaus können auch Verpflegungsmehraufwendungen (mit TagessĂ€tzen von 12 Euro oder 24 Euro), Übernachtungskosten und sonstige Reisekosten (z.B. fĂŒr GepĂ€ckaufbewahrung, Parkplatz) steuermindernd als Werbungskosten angesetzt werden. Wir helfen Ihnen gern, Ihr volles Steuersparpotential zu nutzen. Vereinbaren Sie einen Termin mit uns: kontakt/at/steuerberater-dill.de

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