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NEWSLETTER 5/2015: Au├čergew├Âhnliche Belastungen in der Steuererkl├Ąrung geltend machen

Behindertengerechte Umbauma├čnahmen: Finanzamt darf nicht zu kleinlich sein

Au├čergew├Âhnliche Belastungen: Das Finanzamt darf bei behindertengerechten Umbauma├čnahmen nicht zu kleinlich seinImmer wieder sehen sich Eigenheimbesitzer durch einen Schicksalsschlag oder eine Erkrankung dazu gezwungen, ihre vier W├Ąnden behindertengerecht umzubauen. Immerhin erhalten sie in diesem Fall vom Fiskus finanzielle Unterst├╝tzung. Sie k├Ânnen die Kosten f├╝r die Umbauma├čnahmen als au├čergew├Âhnliche Belastung in ihrer Steuererkl├Ąrung geltend machen. Nur kommt es dabei leider auch immer wieder zum Streit mit dem Finanzamt. Das feilscht in manchen F├Ąllen um jeden Cent. Ganz so kleinlich sehen das die meisten Richter in Deutschland aber zum Gl├╝ck nicht, wie jetzt wieder ein aktueller Fall zeigt.

Hierbei ging es um eine Frau, die an Multipler Sklerose erkrankte. Auf die Empfehlung ihres Hausarztes hin lie├č sie die Duschkabine in ihrer Eigentumswohnung so umbauen, dass sie bodengleich begehbar war und mit einem Rollstuhl befahren werden konnte. Im Rahmen dieser Arbeiten wurde die Dusche neu ausgefliest und auch die Armaturen und die Eingangst├╝r wurden erneuert. Insgesamt kostete der Umbau ├╝ber 5.000 Euro. Von der Pflegekasse erhielt die Frau keine Unterst├╝tzung, da f├╝r sie keine Pflegestufe bestand. Sie machte die Kosten in ihrer Einkommensteuererkl├Ąrung als au├čergew├Âhnliche Belastung geltend. Das Finanzamt stellte sich aber quer.

Zwar erkannte es grunds├Ątzlich an, dass der Kl├Ągerin die Mehraufwendungen f├╝r die krankheits- bzw. behindertengerechte Gestaltung ihres Wohnumfeldes zwangsl├Ąufig erwachsen seien. Doch es war der Auffassung, dass nur ein geringer Teil der Aufwendungen (knapp 500 Euro f├╝r Duschelement, Ablauf, Rostrahmen, Unterbau und Bodenfliesen) als krankheitsbedingte au├čergew├Âhnliche Belastung bei der Einkommensteuer abgezogen werden k├Ânnte. Die ├╝brigen baulichen Ma├čnahmen seien nicht durch die Behinderung verursacht worden. Schlie├člich habe die Frau auch kein Sachverst├Ąndigengutachten zur Frage vorgelegt, welche baulichen Ma├čnahmen durch die Krankheit bzw. Behinderung verursacht worden seien

Das Finanzgericht Baden-W├╝rttemberg entschied dagegen, dass die gesamten Aufwendungen f├╝r den behindertengerechten Umbau der h├Ąuslichen Duschkabine in voller H├Âhe als au├čergew├Âhnliche Belastung in Abzug gebracht werden k├Ânnen (FG Baden-W├╝rttemberg, Az. 1 K 3301/12). Das Gericht hielt die vom Finanzamt vorgenommene Sezierung der Bauma├čnahme in einzelne Aufwandsposten f├╝r nicht praktikabel. Wegen des geringen Umfangs der Arbeiten sei auch kein Sachverst├Ąndigengutachten notwendig gewesen. Nach Ansicht der Richter wurden s├Ąmtliche Arbeiten aufgrund des krankheitsbedingten Umbaus durchgef├╝hrt. Entsprechend seien auch die notwendigen Folgekosten des Umbaus voll abzugsf├Ąhig.

Foto: i love images/fotolia


Was k├Ânnen Sie tun?

Bedenken Sie bei behinderungsbedingten Umbauma├čnahmen alle M├Âglichkeiten

Auch wenn sich die Gerichte hierzulande bei einem behinderungsbedingten Umbau meist gener├Âs zeigen ÔÇô lassen Sie es im besten Fall erst gar nicht auf einen Streit mit dem Finanzamt ankommen. Wir kl├Ąren gemeinsam mit Ihnen die Voraussetzungen f├╝r die Geltendmachung als au├čergew├Âhnliche Belastung. Im Zweifel zeigen wir von der Steuerkanzlei Dill in Limburg Ihnen gerne auch weitere M├Âglichkeiten einer Steuererm├Ą├čigung (z.B. die haushaltsnahe Handwerkerleistung). Sprechen Sie uns unverbindlich an: kontakt/at/steuerberater-dill.de

 

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