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NEWSLETTER 4/2016: Gesetzgeber stellt hohe H├╝rden f├╝r eine steuerliche Anerkennung auf

Ausbildungskosten der Kinder sind keine Betriebsausgaben

Die Ausbildung des Kindes z├Ąhlt zu den UnterhaltskostenEltern sind gesetzlich verpflichtet, ihren Kindern eine angemessene Berufsausbildung zu finanzieren. Deshalb k├Ânnen die Kosten f├╝r eine solche Erstausbildung in aller Regel nicht als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Darauf wies jetzt in einem aktuellen Urteil wieder das Finanzgericht M├╝nster hin.

In dem entschiedenen Fall (FG M├╝nster,Urteil vom 15. Januar 2016, Az. 4 K 2091/13 E) ging es um einen selbstst├Ąndigen Unternehmensberater. Seine beiden Kinder studierten Betriebswirtschaftslehre bzw. ÔÇ×Business and ManagementÔÇť und waren daneben im v├Ąterlichen Unternehmen geringf├╝gig besch├Ąftigt. Der Vater schloss mit beiden Kindern Vereinbarungen, wonach er die Studienkosten ├╝bernahm. Die Kinder verpflichteten sich im Gegenzug, nach Abschluss des Studiums f├╝r drei Jahre im Unternehmen t├Ątig zu bleiben oder die Ausbildungskosten anteilig zur├╝ckzuzahlen. Das Finanzamt erkannte die als Betriebsausgaben geltend gemachten Ausbildungskosten jedoch nicht an, da es sich um nicht abziehbare private Lebenshaltungskosten handele. Das Finanzgericht sah das genau so.

ÔÇ×Eltern sind unterhaltsrechtlich zur ├ťbernahme der Kosten einer angemessenen Berufsausbildung ihrer Kinder verpflichtetÔÇť, erl├Ąutert Steuerberater Wolfgang Dill aus Limburg die Entscheidung. ÔÇ×Deshalb haben die Richter angenommen, dass eine private Motivation bei den Vereinbarungen vorlag.ÔÇť

F├╝r die Finanzrichter erschwerend hinzu kam im vorliegenden Fall, dass der Unternehmensberater als Arbeitgeber seinen Kindern Sonderverg├╝nstigungen zukommen lie├č, die weder vertraglich vereinbart noch in einem normalen Ausbildungsverh├Ąltnis ├╝blich waren. ÔÇ×DasÔÇť, so der Limburger Steuerberater, ÔÇ×wird in vielen F├Ąllen von den Beteiligten nicht bedacht ÔÇô mit entsprechend negativen Folgen.ÔÇť

Foto: michaeljung/fotolia.de


Was k├Ânnen Sie tun?

Mit guten Gr├╝nden und einer hieb- und stichfesten Vereinbarung zum Abzug kommen

Zumindest vom Grundsatz her war das Ansinnen des Unternehmensberaters im genannten Fall nicht v├Âllig abwegig: Ausbildungskosten der Kinder k├Ânnen ausnahmsweise dann Betriebsausgaben im Sinne von ┬ž 4 Abs. 4 EStG darstellen, wenn sie nachweisbar vollst├Ąndig oder jedenfalls ganz ├╝berwiegend betrieblich veranlasst sind. Das hei├čt, es darf entweder gar keine oder nur eine zu vernachl├Ąssigende private (Mit-)Veranlassung f├╝r den Kostenaufwand geben. Au├čerdem m├╝ssen die in einem solchen Fall geschlossenen Vereinbarungen dem so genannten Fremdvergleich standhalten. Es darf also beispielsweise den Kindern gegen├╝ber keine Verg├╝nstigungen geben, die nicht auch Dritten gew├Ąhrt werden w├╝rden. Wir beraten Sie gern, wenn Sie zu dieser Thematik Fragen haben:┬á kontakt/at/steuerberater-dill.de

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