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DILL-NEWSLETTER 8/2017: Anreize f├╝r kleine und mittlere Unternehmen

Die Betriebsrente wird deutlich gest├Ąrkt

Die Betriebsrente wird deutlich gest├Ąrkt

Die Betriebsrente soll ab 2018 f├╝r kleinere und mittlere Unternehmen deutlich attraktiver werden. Denn angesichts des demographischen Wandels wird die private und betriebliche Altersvorsorge immer wichtiger. Einen Ansporn dazu bieten k├╝nftig h├Âhere Riester-Zulagen und Steueranreize. Und auch Arbeitgeber sollen entlastet werden, gerade was Haftungsrisiken angeht.

ÔÇ×Gerade in kleinen Unternehmen sowie bei Besch├Ąftigten mit niedrigem Einkommen ist die betriebliche Altersvorsorge noch nicht weit verbreitetÔÇť, sagt Steuerberater Wolfgang Dill aus Limburg. Dabei wird diese Art der Vorsorge angesichts einer immer ├Ąlter werdenden Bev├Âlkerung stets an Bedeutung gewinnen. ÔÇ×Die Frage, ob die gesetzliche Rente alleine ausreicht, um im Alter einen angemessenen Lebensstandard halten zu k├Ânnen, bereitet vielen Menschen KopfzerbrechenÔÇť, wei├č der Limburger Steuerexperte.

Und auch der Gesetzgeber wei├č das ÔÇô weshalb er mit dem so genannten Betriebsrentenst├Ąrkungsgesetz auf den demographischen Wandel reagiert. F├╝r Unternehmen soll es ab 2018 attraktiver werden, eine Betriebsrente anzubieten. Au├čerdem sind in dem neuen Gesetz steuerliche Anreize enthalten. Und schlie├člich wird es bei der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung Freibetr├Ąge geben. Sowohl Arbeitnehmer- als auch Arbeitgeberverb├Ąnde begr├╝├čen die noch von der gro├čen Koalition beschlossene Reform der Betriebsrente.

Das Gesetz sieht unter anderem vor:

  • Ein neues Sozialpartnermodell: Der Weg zur Betriebsrente wird vereinfacht. Gewerkschaften und Arbeitgeber als Sozialpartner haben k├╝nftig die M├Âglichkeit, Betriebsrenten erstmals ohne die Haftung von Arbeitgebern vereinbaren zu k├Ânnen. Diese M├Âglichkeit soll auch nicht tarifgebundenen Arbeitgebern und Besch├Ąftigten offen stehen. ÔÇ×Ein Verzicht auf Garantien und Mindestleistungen macht es gerade f├╝r kleine Unternehmen attraktiver, eine Betriebsrente anzubietenÔÇť, erkl├Ąrt Steuerberater Dill. Gleichzeitig weist er auf einen Pferdefu├č dieser Neuregelung hin: ÔÇ×Die Arbeitgeber sollen sich daf├╝r im Gegenzug an der Absicherung der Zielrente mit Sicherungsbeitr├Ągen beteiligen.ÔÇť Der Zuschuss soll 15 Prozent des Sparbeitrags der Arbeitnehmer betragen, wenn der Arbeitgeber durch die so genannte Entgeltumwandlung Sozialbeitr├Ąge spart.
  • Ein direkter Steuerzuschuss: Gerade f├╝r Geringverdiener ist wichtig, dass sich ihre Arbeitgeber an der betrieblichen Altersvorsorge beteiligen. Nur so kann ein angemessener Versorgungsanspruch aufgebaut werden. Arbeitgeber erhalten deshalb einen direkten Steuerzuschuss von 30 Prozent, wenn sie Besch├Ąftigten mit weniger als 2.200 Euro brutto eine Betriebsrente anbieten. Sie m├╝ssen dazu Beitr├Ąge zahlen ÔÇô zwischen 240 Euro bis 480 Euro j├Ąhrlich. Der Staat steuert dann zwischen 72 Euro bis 144 Euro zu.
  • H├Âhere Grenze f├╝r Einzahlungen: Der Rahmen f├╝r steuerfreie Zahlungen in betriebliche Versorgungseinrichtungen wird ab 2018 von vier auf bis zu acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der Gesetzlichen Rentenversicherung angehoben. Die Beitragsbemessungsgrenze in der Gesetzlichen Rentenversicherung liegt im Jahr 2017 bei 6.350 Euro Monatsverdienst.
  • Mehr Riester-Grundzulage: Die Grundzulage bei der Riester-Rente wird von derzeit 154 Euro j├Ąhrlich auf 175 Euro erh├Âht. ÔÇ×Gerade Besch├Ąftigte mit niedrigen Einkommen und mit Kindern erreichen durch die staatlichen Zulagen besonders hohe F├Ârderquoten auf die von ihnen eingezahlten Beitr├ĄgeÔÇť, sagt Steuerberater Dill.
  • Kleine Zusatzrenten bleiben anrechnungsfrei: Freiwillige Altersvorsorge soll sich in jedem Fall lohnen. Wer eine kleine Rente bezieht und daneben Grundsicherung, f├╝r den bleiben freiwillige Zusatzrenten k├╝nftig bis 202 Euro im Monat anrechnungsfrei. Das gilt f├╝r die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sowie bei der erg├Ąnzenden Hilfe zum Lebensunterhalt in der Kriegsopferf├╝rsorge.

Foto: YakobchukOlena/fotolia.de


Was k├Ânnen Sie tun?

Lassen Sie sich bez├╝glich der privaten Altersvorsorge gut und unabh├Ąngig beraten!

Was ist die beste private Altersvorsorge? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Schlie├člich haben doch z.B. klassische Renten- und Lebensversicherungen angesichts der aktuellen Dauer-Niedrigzinsen an Attraktivit├Ąt verloren. Und auch bei Riestern, Fonds, Aktien usw. gibt es vieles zu bedenken, nicht zuletzt aus steuerlicher Sicht. Wir beraten Sie hierzu gerne pers├Ânlich zu Ihren M├Âglichkeiten und anhand Ihrer individuellen Situation!
Au├čerdem erkl├Ąren wir Ihnen als Arbeitgeber gerne, ob und inwieweit sich das Angebot einer Betriebsrente an Ihre Arbeitnehmer lohnen kann, gerade angesichts der bald geltenden neuen Regelungen. Sprechen Sie uns an: kontakt/at/steuerberater-dill.de

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