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DILL-NEWSLETTER 9/2017: Ausgaben f├╝r Privatschulen

Eltern k├Ânnen die private Schulbildung ihrer Kinder von der Steuer absetzen

Schule: Eltern k├Ânnen die private Schulbildung ihrer Kinder von der Steuer absetzen

├ťber eine Millionen Kinder hierzulande besuchen eine private Schule. Das kann verschiedene Gr├╝nde haben: Einige Eltern bevorzugen p├Ądagogische Lernkonzepte abseits der ÔÇ×klassischenÔÇť staatlichen Angebote, wie zum Beispiel Waldorf oder Montessori, wieder andere legen f├╝r sich und ihre Kinder besonders viel Wert auf Internationalit├Ąt (oder auch Exklusivit├Ąt), so wie sie einige Internate bieten. Was bei allen gleich ist: Die Kosten f├╝r solche privaten Schulformen k├Ânnen steuerlich geltend gemacht werden.

ÔÇ×Schulgeldzahlungen und Anmeldegeb├╝hren f├╝r Privatschulen k├Ânnen als Sonderausgaben in der Einkommensteuererkl├Ąrung geltend gemacht werdenÔÇť, erkl├Ąrt Steuerberater Wolfgang Dill aus Limburg. Daf├╝r gelten bestimmte Grenzen: So k├Ânnen die genannten Kosten zu 30%, maximal aber 5.000 Euro pro Jahr, von der Steuer abgesetzt werden. ÔÇ×Dieser Steuerabzug ist ├╝brigens auch m├Âglich, wenn das Kind eine deutsche Schule im Ausland besucht ÔÇô sofern die Eltern in Deutschland besteuert werdenÔÇť, wei├č der Steuerexperte.

Weitere Voraussetzungen:

  • Die Eltern m├╝ssen f├╝r das Kind noch einen Anspruch auf Kindergeld oder Kinderfreibetr├Ąge haben.
  • Die besuchte Schule muss zu einem allgemeinen bzw. berufsbildenden Abschluss hinf├╝hren, der in Deutschland anerkannt ist.

Geb├╝hren f├╝r Fachhochschulen k├Ânnen nicht geltend gemacht werden

Auch wenn in Fachhochschulen das Wort ÔÇ×SchuleÔÇť steckt: ÔÇ×Die Studiengeb├╝hren f├╝r FHs k├Ânnen nicht geltend gemacht werdenÔÇť, so der Limburger Steuerberater. Denn das Finanzamt sieht eine solche Bildungseinrichtung begrifflich nicht als Schule, sondern als Hochschule an.

├ťbrigens: Wer sein Kind auf ein Internat innerhalb der Europ├Ąischen Union (EU) oder des Europ├Ąischen Wirtschaftsraums (EWR) (Ausnahme: Schweiz) schickt, kann zus├Ątzlich zu den Schulgeb├╝hren auch die Unterkunftskosten geltend machen. Hierf├╝r gelten n├Ąmlich laut eines Urteils des Finanzgerichts Th├╝ringen (s.u.) die ganz normalen Regeln f├╝r Kinderbetreuungskosten. Das hei├čt: Eltern d├╝rfen Unterkunftskosten f├╝r den Internatsaufenthalt zus├Ątzlich mit zwei Dritteln absetzen. Das gilt bis zu einem H├Âchstbetrag von 4.000 Euro pro Jahr.

Weiterf├╝hrende Infos:

Das Finanzamt und die Kindererziehung: Steuerliche Entlastung f├╝r Eltern
Urteil des Finanzgerichts Th├╝ringen zum Thema Internatsaufenthalt (FG Th├╝ringen, Urteil vom 25. Oktober 2016, Az. 2 K 95/15)

Foto: detailblick-foto/fotolia.de


Was k├Ânnen Sie tun?

Beachten Sie Ihre weiteren M├Âglichkeiten rund um das Thema Privatschule!

Nicht immer erfolgt der Aufenthalt an einer Privatschule (ausschlie├člich) auf freiwilligen Wunsch der Eltern oder des Kindes. Manchmal empfiehlt der Sozialdienst einer Schule oder ein Arzt den Schulwechsel aus therapeutischen Gr├╝nden. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn beim Kind eine Hochbegabung oder eine Verhaltensauff├Ąlligkeit festgestellt wurde. In solchen F├Ąllen kann das Schulgeld, statt wie oben beschrieben, als au├čergew├Âhnliche Belastung abziehbar sein. Zu beachten ist dann aber, dass dabei die zumutbare Eigenbelastung der Eltern ├╝berschritten sein muss. Sonst wirken sich die Kosten nicht steuermindernd aus. Lassen Sie sich hierzu von uns beraten: kontakt/at/steuerberater-dill.de

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