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NEWSLETTER 8/2015: FinanzĂ€mter bauen zu Gunsten der Steuerzahler BĂŒrokratie ab

LohnsteuerfreibetrĂ€ge können nun fĂŒr zwei Jahre gĂŒltig sein

LohnsteuerfreibetrĂ€ge können nun fĂŒr zwei Jahre gĂŒltig seinArbeitnehmer können bei ihrem zustĂ€ndigen Wohnsitzfinanzamt einen Antrag auf LohnsteuerermĂ€ĂŸigung fĂŒr das Jahr 2016 stellen. Neuerdings gelten die damit erlangten FreibetrĂ€ge dann sogar fĂŒr zwei Jahre. Damit sie allerdings bereits ab Januar 2016 berĂŒcksichtigt werden, sollte der Antrag noch in diesem Jahr gestellt werden.

Steuerberater Wolfgang Dill aus Limburg sagt: „Wer absetzbare Aufwendungen wie beispielsweise Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen jetzt schon absehen und auch nachweisen kann, sollte beim Finanzamt einen Antrag auf LohnsteuerermĂ€ĂŸigung stellen.“

Vorteil: In die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale des Arbeitnehmers wird dann ein Freibetrag eingetragen, so dass ihm monatlich direkt mehr Netto- von seinem Bruttolohn bleibt. Er muss also nicht erst auf die Bearbeitung seiner SteuererklĂ€rung im Folgejahr warten, bis er das Geld vom Fiskus zurĂŒckbekommt.

Neu ab 2016 ist, dass FreibetrĂ€ge erstmals fĂŒr einen Zeitraum von zwei Kalenderjahren beantragt werden können. „Das spart Zeit und Wege“, freut sich Steuerexperte Dill fĂŒr seine Mandanten. Denn sofern sich die persönlichen VerhĂ€ltnisse nicht Ă€ndern, ist eine erneute Antragstellung erst wieder Ende 2017 (und dann fĂŒr die nĂ€chsten zwei Jahre) nötig. Das bedeutet natĂŒrlich auch eine Entlastung fĂŒr die FinanzĂ€mter, die entsprechende AntrĂ€ge nun nicht mehr jĂ€hrlich bearbeiten mĂŒssen.

Wer schon ab Januar sparen möchte, muss noch in diesem Jahr handeln

Sollen die FreibetrĂ€ge bereits ab Januar 2016 berĂŒcksichtigt werden, ist allerdings ziemliche Eile geboten. Denn dann muss der Antrag noch in diesem Jahr gestellt werden. Ansonsten können Arbeitnehmer aber auch noch das ganze Jahr ĂŒber einen Antrag auf LohnsteuerermĂ€ĂŸigung fĂŒr das Jahr 2016 beim zustĂ€ndigen Wohnsitzfinanzamt stellen – bis spĂ€testens 30. November, was dann allerdings nur noch wenig Sinn macht.

Die GewĂ€hrung des Freibetrags setzt allerdings eine Mindesthöhe an Aufwendungen voraus. „Mehr als 600 Euro mĂŒssen die Aufwendungen schon betragen – und das nach Abzug des Arbeitnehmer-Pauschbetrags von 1.000 Euro“, sagt Steuerberater Dill. „Bei einer FĂŒnf-Tage-Woche kann diese Grenze allerdings erreicht sein, wenn der Arbeitsplatz mindestens 25 km vom Wohnort entfernt ist.“ Möglicherweise kommen hier ja zur Entfernungspauschale noch weitere Aufwendungen wie beispielsweise fĂŒr Arbeitsmittel oder außergewöhnliche Belastungen hinzu.

Neuer Freibetrag fĂŒr Alleinerziehende mit mehr als einem Kind

Zum Jahr 2016 wird außerdem ein so genannter Erhöhungsbetrag fĂŒr Alleinerziehende neu eingefĂŒhrt. Dieser gilt, wenn mehr als ein Kind zum Haushalt gehört: FĂŒr das zweite und jedes weitere Kind kann beim Finanzamt ein Erhöhungsbetrag je Kind von 240 Euro beantragt werden.

Ohne die 600 Euro-Grenze können weiterhin FreibetrĂ€ge wegen Behinderung berĂŒcksichtigt werden. Das gilt auch fĂŒr den neuen Erhöhungsbetrag bei Alleinerziehenden.

Wichtig ist: Erhöhen sich die absetzbaren Kosten im Laufe des Jahres, können Arbeitnehmer ĂŒber einen erneuten Antrag einen höheren Freibetrag beantragen. Andersherum ist es aber genau so: „Fallen die Kosten geringer aus, als im Lohnsteuer-ErmĂ€ĂŸigungsverfahren berĂŒcksichtigt, mĂŒssen Sie dies dem Finanzamt umgehend mitteilen“, rĂ€t der Limburger Steuerexperte.

Foto: M. Schuppich/fotolia.de


Was können Sie tun?

Denken Sie an alle möglichen FreibetrÀge

PrĂŒfen Sie, welche FreibetrĂ€ge Ihnen zustehen und ob sich ein Antrag auf LohnsteuerermĂ€ĂŸigung fĂŒr Sie lohnt. Wir von der Steuerkanzlei Dill helfen Ihnen dabei gern – genau so wie beim AusfĂŒllen des ausfĂŒhrlichen sechsseitigen Antrags, der bei der erstmaligen Beantragung nötig ist. Sprechen Sie uns gerne an:  kontakt/at/steuerberater-dill.de

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