0 Flares 0 Flares ×

NEWSLETTER 5/2015: Nacht-, Sonn- und FeiertagszuschlÀge auf den Grundlohn

ZuschlĂ€ge fĂŒr besondere Arbeitszeiten sind nur begrenzt steuerfrei

Steuerfreie ZuschlĂ€ge: Nacht-, Sonn- und FeiertagszuschlĂ€ge sind nur begrenzt steuerfreiIn vielen Branchen mĂŒssen Arbeitnehmer auch nachts oder sonn- und feiertags „schaffen gehen“. DafĂŒr zahlen ihnen die Arbeitgeber hĂ€ufig LohnzuschlĂ€ge. Diese bleiben in der Regel steuerfrei – aber nur, solange bestimmte Voraussetzungen erfĂŒllt sind.

„Der Gesetzgeber hat hier ganz klare Regeln aufgestellt, die Arbeitgeber in jedem Fall beachten mĂŒssen“,  sagt Steuerberater Wolfgang Dill aus Limburg. „Dazu gehört nicht nur, dass die ZuschlĂ€ge in der Lohnabrechnung gesondert ausgewiesen werden“, so der Experte weiter.

Denn selbst wenn diese Grundvoraussetzung erfĂŒllt ist, gilt die Steuerfreistellung aber nicht in unbegrenzter Höhe. „Die ZuschlĂ€ge sind nur steuerfrei, soweit sie je nach Zuschlagszeit einen bestimmten Anteil des Grundlohns nicht ĂŒbersteigen“, erklĂ€rt Steuerberater Dill. Dieser Anteil belĂ€uft sich regelmĂ€ĂŸig

  • bei Sonntagsarbeit auf 50%,
  • bei Arbeit an gesetzlichen Feiertagen auf 125% und
  • bei Nachtarbeit auf 25%.

Dabei darf in dem heranzuziehenden Grundlohn nur ein Stundenlohn von maximal 50 Euro berĂŒcksichtigt werden. Ein Beispiel macht diese Begrenzungen deutlicher: Ein Arbeitnehmer erhĂ€lt einen regulĂ€ren Stundenlohn in Höhe von 20 Euro. Im Arbeitsvertrag ist geregelt, dass er fĂŒr Sonntagsarbeit einen Zuschlag in Höhe von 50% bekommt, also 10 Euro pro Stunde. Der Zuschlag bleibt in voller Höhe steuerfrei. Liegt der regulĂ€re Stundenlohn dagegen bei 60 Euro, wĂŒrde der Zuschlag fĂŒr die Sonntagsarbeit 30 Euro pro Stunde betragen. Davon bleiben aber nur 25 Euro steuerfrei (50% von 50 Euro). WĂ€re der Sonntag zugleich ein gesetzlicher Feiertag, könnte der Arbeitgeber aber statt des Sonntagszuschlags den höheren Feiertagszuschlag steuerfrei zahlen.

„Neben den Begrenzungen bei der Steuerfreiheit mĂŒssen die Arbeitsparteien zusĂ€tzlich noch ihre Nachweispflichten gegenĂŒber dem Fiskus beachten“, erinnert Steuerberater Wolfgang Dill. Der Umfang der (tatsĂ€chlich geleisteten) Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit muss genau festgehalten werden, beispielsweise in Stundenzetteln oder per Stempeluhr.

Foto: Juice Images/fotolia


Was können Sie tun?

Aufzeichnungspflichten ernst nehmen und Abweichungen bei der Sozialversicherung beachten

Arbeitgeber sollten in jedem Fall ihre Aufzeichnungspflichten ĂŒber die Arbeitszeiten ernst nehmen und die Arbeitsleistung korrekt abrechnen. Denn sonst kann es passieren, dass der Fiskus statt von Nacht-, Sonn- und FeiertagszuschlĂ€gen von pauschalen (z.B. Leistungs-)ZuschlĂ€gen ausgeht, die nichts mit der tatsĂ€chlichen Arbeitszeit zu tun haben. Solche allgemeinen ZuschlĂ€ge werden nĂ€mlich gemĂ€ĂŸ Einkommensteuergesetz nicht steuerfrei gestellt.

Außerdem wichtig zu wissen: WĂ€hrend die Lohnsteuerfreiheit fĂŒr einen regulĂ€ren Stundenlohn in Höhe von bis zu 50 Euro je Stunde gilt, bleibt der Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschlag im Bereich der Sozialversicherung nur bei einem Grundlohn bis höchstens 25 Euro je Stunde beitragsfrei. Worauf Sie bei LohnzuschlĂ€gen, deren Begrenzungen und dem Thema Sozialversicherungspflicht achten mĂŒssen, erklĂ€ren wir Ihnen gerne in einem persönlichen GesprĂ€ch: kontakt/at/steuerberater-dill.de

 

ZurĂŒck zur Newsletter-Übersicht

zurĂŒck zur Startseite: Steuerberater Dill in Limburg

0 Flares Facebook 0 Google+ 0 0 Flares ×