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NEWSLETTER 2/2015: Umsatzsteuerrecht bei Metalllieferungen

├ťbergangsregelung bei der Umkehrung der Steuerschuldnerschaft

Metallverarbeitende Industrie, Schwei├čerDie Umkehrung der Steuerschuldnerschaft ist eine Spezialregelung im Umsatzsteuerrecht, nach der nicht der leistende Unternehmer, sondern der Leistungsempf├Ąnger die Umsatzsteuer zu entrichten hat. Der Umgang mit der komplexen Rechtslage ist f├╝r Unternehmer aus verfahrenstechnischer Sicht nicht ganz einfach. Zuletzt hatte das noch in der Baubranche f├╝r Unruhe gesorgt, die der Gesetzgeber nur m├╝hsam mit Zusatzregelungen wieder beruhigen konnte. Nun aber zeichnet sich in einem anderen wichtigen Wirtschaftszweig, n├Ąmlich der metallverarbeitenden Industrie, ├Ąhnlicher ├ärger ab.

Hintergrund: Zum 1. Oktober 2014 hatte das Bundesfinanzministerium (BMF) im Umsatzsteuer-Anwendungserlass f├╝r die Lieferung von Edelmetallen, unedlen Metallen, Selen und bestimmten Verbundstoffen (Cermets) die Umkehr der Steuerschuldnerschaft angeordnet. Aber schon zum 1. Januar 2015 schr├Ąnkte es den Anwendungsbereich dieser Regelung wieder ein. So sind Selen und Gold sowie Draht, Stangen, B├Ąnder, Folien, Bleche und andere flachgewalzte Erzeugnisse und Profile aus unedlen Metallen nicht mehr enthalten. Au├čerdem gilt bei den genannten Metallen nunmehr eine Bagatellgrenze von 5.000 Euro pro Rechnung.

Aufgrund der erwarteten Umstellungsschwierigkeiten sieht das BMF eine ├ťbergangsregelung bis zum 1. Juli 2015 vor. Die Regelung betrifft alle Lieferungen der genannten Werkstoffe, die nach dem 30. September 2014 und vor dem 1. Juli 2015 ausgef├╝hrt werden. Bei solchen Lieferungen soll es von den Finanzverwaltungen weder beim leistenden Unternehmer noch beim Leistungsempf├Ąnger beanstandet werden, wenn die Vertragspartner einvernehmlich noch von der Steuerschuldnerschaft des leistenden Unternehmers ausgegangen sind. Voraussetzung hierf├╝r ist nat├╝rlich, dass der Umsatz vom leistenden Unternehmer in zutreffender H├Âhe versteuert wird.

Umgekehrt darf das Finanzamt ebenso wenig beanstanden, wenn die Vertragspartner einvernehmlich die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempf├Ąngers angewendet haben, obwohl unter Ber├╝cksichtigung der Neufassung des UStG der leistende Unternehmer Steuerschuldner w├Ąre.

Foto: John Casey/fotolia


Was k├Ânnen Sie tun?

Bereiten Sie sich gut auf das Ende der ├ťbergangsfrist zum 1. Juli vor!

Bezogen auf die Rechnungsstellung f├╝r die Lieferung der genannten Werkstoffe ist derzeit (nahezu) alles erlaubt ÔÇô zumindest bis zum Ablauf der ├ťbergangsregelung. Ernst wird es dann ab dem 1. Juli: Ab diesem Zeitpunkt m├╝ssen die Rechnungen in Hinblick auf die Umkehrung der Steuerschuldnerschaft korrekt ausgestellt sein. Als Ihre Steuerberatungskanzlei in Limburg helfen wir Ihnen dabei gern!

Aber noch ein Tipp: Achten Sie als Leistungs- bzw. Lieferungsempf├Ąnger schon jetzt darauf, dass Ihr Lieferant ÔÇô also der leistende Unternehmer ÔÇô je nach Vertragsgestaltung seinen umsatzsteuerlichen Pflichten auch ordnungsgem├Ą├č nachkommt. Denn wenn nicht, nimmt das Finanzamt m├Âglicherweise Sie in Anspruch, um Steuerausf├Ąlle zu vermeiden.

Ihr direkter Draht zu uns: kontakt/at/steuerberater-dill.de

 

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