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NEWSLETTER 8/2016: Keine detaillierte Leistungsbeschreibung, kein Vorsteuerabzug

Auch Billigtextilien m├╝ssen unterscheidbar sein

Vorsteuerabzug: Auch Billigtextilien m├╝ssen unterscheidbar seinEin Unternehmer darf die ihm in Rechnung gestellte Umsatzsteuer (= Vorsteuer) mit der von ihm vereinnahmten Umsatzsteuer verrechnen. Dieser so genannte Vorsteuerabzug ist aber nur m├Âglich, wenn die Rechnung einige formelle Voraussetzungen erf├╝llt. Dazu z├Ąhlt auch eine detaillierte Beschreibung der gelieferten Ware bzw. der erbrachten Leistung. Eine allgemeine Beschreibung gen├╝gt nicht, wie ein aktuelles Urteil zu einem Textilh├Ąndler zeigt.

In einem vor dem Finanzgericht Hamburg verhandelten Fall ging es um ein Unternehmen, das mit Textilien im Niedrigpreis-Sektor handelte. Es wollte einen Vorsteuerabzug f├╝r Wareneink├Ąufe bei verschiedenen Lieferanten geltend machen. Allerdings fehlte in den Rechnungen die konkrete Beschreibung der gelieferten Waren. Statt dessen enthielten sie allgemeine Formulierungen wie Jacken, Pullover, Hosen, Tops, Kleider, R├Âcke, T-Shirts, Leggins.

Diese (und noch dazu weitere) Umst├Ąnde riefen im Rahmen einer Betriebspr├╝fung das Finanzamt auf den Plan. Ihm gen├╝gte diese Form der Leistungsbeschreibung nicht. Vielmehr hielt es die Rechnungen f├╝r so genannte Scheinrechnungen. Deshalb strich es dem Unternehmen den Vorsteuerabzug. Zu Recht, wie das Finanzgericht entschied (FG Hamburg, Urteil vom 29. Juli 2016, Az. 2 V 34/16, ver├Âffentlicht am 10. Oktober 2016).

Die Rechnung muss eine genaue Leistungsbezeichnung enthalten

ÔÇ×Ein Vorsteuerabzug setzt Rechnungen voraus, deren Leistungsbezeichnung eine zur Identifizierung geeignete Beschreibung der Beschaffenheit der gelieferten Gegenst├Ąnde enth├ĄltÔÇť, erkl├Ąrt Steuerberater Wolfgang Dill aus Limburg. ÔÇ×Eine einfache Gattungsbeschreibung reicht dazu nicht aus ÔÇô selbst nicht bei BilligtextilienÔÇť, so der Steuerfachmann.

Unternehmen sollten folglich auf eine m├Âglichst detaillierte, handels├╝bliche Leistungsbeschreibung achten, r├Ąt der Limburger Steuerberater. Das gilt sowohl f├╝r erhaltene als auch selbst gelieferte Waren und Leistungen.

Beispiele

FALSCH:

ÔÇ×10 St├╝ck wei├če DamenoberbekleidungÔÇť

RICHTIG:

ÔÇ×10 wei├če Damenblusen (kurzarm) mit V-Ausschnitt aus Baumwolle des Labels XYÔÇť

Foto: Fotolyse/fotolia.de


Was k├Ânnen Sie tun?

Achten Sie auf eine formell korrekte Rechnungsstellung

Sie m├Âchten mehr zu den formellen Voraussetzungen an eine Rechnung bzw. zum Vorsteuerabzug wissen? Wir beraten Sie gerne:┬á kontakt/at/steuerberater-dill.de

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