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NEWSLETTER 7/2015: Das neue B├╝rokratieentlastungsgesetz im ├ťberblick

Weniger Papierkrieg in kleineren Unternehmen und Startups

Weniger B├╝rokratie f├╝r kleinere Unternehmen und StartupsUnn├Âtige B├╝rokratie kostet nicht nur Zeit, sondern bremst auch oft die wirtschaftliche Bet├Ątigung gerade von kleineren Firmen und Startup-Unternehmen aus. Das sieht jetzt endlich selbst die Bundesregierung ein. Entsprechend hat der Bundestag nun das so genannte B├╝rokratieentlastungsgesetz verabschiedet. Es wird zum 1. Januar 2016 in Kraft treten.

Die Freude bei den rund 3,7 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen, die hierzulande haupts├Ąchlich von dem neuen Gesetz betroffen sind, d├╝rfte sich aber dennoch in Grenzen halten. ÔÇ×Anders als der Name des Gesetzes vermuten l├Ąsst, handelt es sich leider nicht wirklich um einen effektiven Abbau von B├╝rokratieÔÇť, sagt Steuerberater Wolfgang Dill aus Limburg. ÔÇ×Vielmehr geht es um l├Ąngst erforderliche Anpassungen von Grenzbetr├Ągen und Schwellenwerten. Immerhin werden einige statistische Meldepflichten reduziertÔÇť, erl├Ąutert der Fachmann.

Hier die wichtigsten Eckpunkte des B├╝rokratieentlastungsgesetzes im ├ťberblick:

  • Neue Grenzwerte f├╝r die Buchf├╝hrungspflicht: Der bisherige Schwellenwert von 500.000 Euro Umsatzerl├Âse bzw. 50.000 Euro Gewinn wird f├╝r Wirtschaftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2015 beginnen, auf 600.000 Euro Umsatzerl├Âse bzw. 60.000 Euro Gewinn heraufgesetzt. Betroffen hiervon ist die Ermittlung des handels- und steuerrechtlichen Gewinns. ÔÇ×Damit k├Ânnen sich mehr kleinere Betriebe die Erstellung einer Bilanz sparen und d├╝rfen stattdessen ihren Gewinn durch die einfachere Einnahmen-├ťberschuss-Rechnung ermittelnÔÇť, erkl├Ąrt Steuerberater Dill.
  • Erleichterung bei Wirtschaftsstatistiken bzw. Reduzierung des Meldeumfangs: Existenzgr├╝nder k├Ânnen zun├Ąchst auf die Erstellung einiger Wirtschaftsstatistiken (z.B. Umwelt-, Kostenstruktur- oder Preisstatistiken) verzichten, wenn ihr Jahresumsatz unter 800.000 Euro liegt.
  • Kurzfristig besch├Ąftigte Arbeitnehmer: Hier wurde die Grenze f├╝r die M├Âglichkeit der Lohnsteuerpauschalierung angehoben. Wegen der Einf├╝hrung des Mindestlohns liegt diese nun bei 68 Euro je Arbeitstag (= 8,50 Euro x 8 Arbeitsstunden). ÔÇ×Diese Anpassung gilt bereits r├╝ckwirkend zum Jahresbeginn 2015ÔÇť, so der Limburger Steuerexperte.
  • Informationspflicht durch Kirchensteuerabzugsverpflichtete: Wer zum Kirchensteuerabzug verpflichtet ist (z.B. Kreditinstitute, Kapitalgesellschaften oder Genossenschaften), muss seinen Kunden bzw. Anteilseignern nun nicht mehr j├Ąhrlich mitteilen, dass die Konfessionszugeh├Ârigkeit beim Bundeszentralamt f├╝r Steuern abgefragt wird. Eine einmalige Information ist ausreichend. ÔÇ×Wichtig ist dabei aber der Hinweis auf eine Widerspruchsm├ÂglichkeitÔÇť, mahnt Wolfgang Dill. Diese Regelung ist bereits mit der Verk├╝ndigung des Gesetzes (Sommer 2015) in Kraft getreten.
  • Faktorverfahren beim Lohnsteuerabzug: Seit 2010 gibt es das so genannte Faktorverfahren, das den Lohnsteuerabzug bei Ehegatten bzw. Lebenspartnern zutreffender erm├Âglicht als es die jeweilige Steuerklasse allein erlaubt. Bislang war der errechnete und eingetragene Faktor f├╝r ein Jahr g├╝ltig. Diese Frist wurde auf zwei Jahre verl├Ąngert. Auch diese Regelung gilt bereits schon jetzt.

Foto: diego cervo/fotolia.de


Was k├Ânnen Sie tun?

Kl├Ąren Sie rechtzeitig ab, welche Erleichterungen Ihnen das neue Gesetz bringt!

Das neue B├╝rokratieentlastungsgesetz kann m├Âglicherweise auch f├╝r Ihr Unternehmen einige Erleichterungen bringen. Wir erkl├Ąren Ihnen gerne, an welchen Stellen genau. Vereinbaren Sie einen Termin mit uns: kontakt/at/steuerberater-dill.de

 

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