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DILL-NEWSLETTER 7/2017: 35-Euro-Grenze bei Zuwendungen an Gesch├Ąftspartner

Wenn kleine Geschenke gro├čen ├ärger verursachen

Wenn kleine Geschenke gro├čen ├ärger verursachen

Auch im Gesch├Ąftsleben gilt: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Aber Vorsicht ÔÇô sie k├Ânnen gro├če steuerliche Auswirkungen haben. Das zeigt nun auch wieder ein aktuelles Urteil des Bundesfinanzhofs zum Thema Pauschsteuersatz.

Demnach gilt Folgendes: Entstehen dem Steuerpflichtigen Aufwendungen f├╝r Geschenke an Gesch├Ąftsfreunde und ├╝bernimmt er zus├Ątzlich die Steuer, die durch die Zuwendung an den Beschenkten ausgel├Âst wird, ist der Steuerpflichtige nicht zum Betriebsausgabenabzug berechtigt, wenn die Zuwendung zusammen mit der Steuer 35 Euro ├╝bersteigt (BFH, Urteil vom 30. M├Ąrz 2017, Az. IV R 13/14).

Zur Erinnerung: Aufwendungen f├╝r Geschenke an Gesch├Ąftsfreunde sind nicht als Betriebsausgabe abziehbar. ÔÇ×Eine Ausnahme gilt nur, wenn die Kosten pro Empf├Ąnger und Wirtschaftsjahr 35 Euro nicht ├╝bersteigenÔÇť, sagt Steuerberater Wolfgang Dill aus Limburg. Das Abzugsverbot soll verhindern, dass unangemessener Repr├Ąsentationsaufwand eines Unternehmers auf die Allgemeinheit abgew├Ąlzt wird und dient der Bek├Ąmpfung des so genannten ÔÇ×SpesenunwesensÔÇť.

Der Schenkende darf die Steuer ├╝bernehmen ÔÇô dann aber Vorsicht bei der Freigrenze

Im Wirtschaftsleben ist es durchaus ├╝blich, Gesch├Ąftspartner zu kulturellen oder sportlichen Veranstaltungen einzuladen (Streitpunkt vorm BFH waren Freikarten eines Konzertveranstalters). Das Problem: ÔÇ×Solche Geschenke, die die Gesch├Ąftsbeziehung f├Ârdern oder Neukunden anziehen sollen, k├Ânnen beim Empf├Ąnger zu einkommensteuerpflichtigen Einnahmen f├╝hrenÔÇť, mahnt Steuerexperte Dill. M├╝sste der Empf├Ąnger den Wert (z.B. einer Einladung) versteuern, w├╝rde die Freude nat├╝rlich arg getr├╝bt. ÔÇ×Deshalb ist es dem Schenkenden gestattet, die auf das Geschenk entfallende Einkommensteuer des Beschenkten zu ├╝bernehmenÔÇť, erkl├Ąrt der Limburger Steuerberater.

Macht er von diesem Recht Gebrauch, wird die Steuer bei ihm mit einem Pauschsteuersatz von 30% erhoben. Durch die ├ťbernahme der Versteuerung kommt es zu einem so genannten ÔÇ×SteuergeschenkÔÇť. Und das, so stellt der BFH nun klar, muss in den Wert des eigentlichen Geschenks mit einbezogen werden.

Weiterf├╝hrender Link:

Hier gehtÔÇÖs zum Volltext des Urteils

Foto: Dmitriy Shironosov/123rf.com


Was k├Ânnen Sie tun?

Vertrauen Sie nicht zu sehr auf die Gro├čz├╝gigkeit des Finanzamts!

Bislang machte es sich die Finanzverwaltung selbst (und damit auch den Unternehmen) vergleichsweise einfach und zog lediglich den Wert des Hauptgeschenks zur Pr├╝fung heran. Nach dieser Vereinfachungsregelung war die Steuer├╝bernahme irrelevant. Das k├Ânnte sich nun ├Ąndern. Denn mit der Aus├╝bung des Pauschalierungswahlrechts bei einem Geschenk an Gesch├Ąftsfreunde entsteht eben nach Auffassung des Bundesfinanzhofs eine weitere Zuwendung an den Empf├Ąnger. Damit ist das Abzugsverbot auch dann anzuwenden, wenn diese Betragsgrenze erst aufgrund der H├Âhe der Pauschalsteuer ├╝berschritten wird ÔÇô daran wird sich k├╝nftig wohl auch das Finanzamt orientieren m├╝ssen. Wir helfen Ihnen, hier teuren ├ärger zu vermeiden: kontakt/at/steuerberater-dill.de

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