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DILL-NEWSLETTER 10/2017: Neues zum Thema Pauschalsteuer

Fußnote erleichtert Geschenke an GeschĂ€ftsfreunde

Fußnote erleichtert Geschenke an GeschĂ€ftsfreunde

Die Steuerregeln fĂŒr GeschĂ€ftsgeschenke hat der Bundesfinanzhof in einem Urteil kĂŒrzlich verschĂ€rft. Danach hĂ€tten viele Unternehmer ihre GeschĂ€ftsgeschenke möglicherweise nicht mehr als Betriebsausgabe abziehen können. Auf Nachfrage des Bunds der Steuerzahler gibt das Bundesfinanzministerium jetzt aber Entwarnung.

„Gute Nachricht fĂŒr Unternehmen, die ihre GeschĂ€ftspartner mit kleinen Aufmerksamkeiten bedenken: Es bleibt alles bei der bisherigen Rechtslage“, sagt Steuerberater Wolfgang Dill aus Limburg.

Dabei gab es hier zunĂ€chst vielfach einige Verwirrung: Der Bundesfinanzhof hatte entschieden, dass die fĂŒr ein GeschĂ€ftsgeschenk ĂŒbernommene Pauschalsteuer ein zweites Geschenk ist (BFH, Az. IV R 13/14). Das heißt, der Wert des Geschenks und die darauf erhobene Pauschalsteuer (immerhin 30%) werden zusammengerechnet. Überschreitet die Summe dann den Betrag von 35 Euro, entfĂ€llt der Betriebsausgabenabzug. „FĂŒr die Praxis hĂ€tte das Urteil fatale Folgen, denn bisher wurde die Pauschalsteuer nicht in die 35-Euro-Grenze mit eingerechnet“, erklĂ€rt Steuerberater Dill. Die Geschenke hĂ€tten also deutlich billiger werden mĂŒssen, um noch genug Luft fĂŒr die Pauschalsteuer zu lassen.

Fußnote setzt Urteil quasi wieder außer Kraft

„Wie das Bundesfinanzministerium mitteilt, werde das Urteil zwar im Bundessteuerblatt veröffentlicht und sei damit fĂŒr alle Finanzbeamten bindend“, so der Limburger Steuerexperte. Es soll aber eine Fußnote gesetzt werden, in der auf ein Verwaltungsschreiben vom 19. Mai 2015 verwiesen wird. Das heißt: FĂŒr den Betriebsausgabenabzug (35 Euro-Grenze) ist weiterhin allein der tatsĂ€chliche Wert des Geschenkes (ohne Steuer) maßgeblich.

Unschöner Fallstrick fĂŒr beschenkte SelbststĂ€ndige

Übrigens: WĂ€hrend es heutzutage in vielen Unternehmen (und allen Behörden) klare Regelen dazu gibt, wer ĂŒberhaupt Geschenke mit welchem Wert annehmen darf bzw. weitergeben / weitermelden muss, sind SelbststĂ€ndige von solcherlei Vorschriften befreit. Allerdings: Wer exakt nach den Buchstaben der Steuergesetzgebung handeln will, der muss Geschenke mit einem Wert von ĂŒber 10 Euro als Betriebseinnahmen verbuchen.

Foto: weseetheworld/fotolia.de


Was können Sie tun?

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Die Auffassung des BMF ist eine gute Nachricht fĂŒr Unternehmen, die Kunden und GeschĂ€ftsfreunde beschenken und die Steuer darauf ĂŒbernehmen. FĂŒr die Frage des Betriebsausgabenabzugs ist allein relevant, ob der Wert des „Hauptgeschenks“ bei maximal 35 Euro oder eben darĂŒber liegt. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann die Thematik gerne mit uns besprechen : kontakt/at/steuerberater-dill.de

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