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DILL-NEWSLETTER 4/2018: Bis zu 975 Euro im Jahr bleiben steuerfrei

Finanzielle Anerkennung f├╝rs Ehrenamt

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Ganz klar: Ohne ehrenamtliches Engagement w├╝rden viele Bereiche des ├Âffentlichen und sozialen Lebens nicht funktionieren. Das wei├č auch der Gesetzgeber. Deshalb d├╝rfen Ehrenamtler bestimmte Pauschalen und Verg├╝tungen steuerfrei beziehen.

Das Ehrenamt hat eine hohe gesellschaftliche Bedeutung. Entsprechend darf es hierf├╝r durchaus eine kleine finanzielle Anerkennung geben. ÔÇ×Viele ehrenamtlich t├Ątige B├╝rgerinnen und B├╝rger d├╝rften inzwischen die so genannte Ehrenamtspauschale kennenÔÇť, sagt Steuerberater Wolfgang Dill aus Limburg. Die ist im Einkommensteuergesetz festgeschrieben, 720 Euro pro Jahr darf ein Ehrenamtler steuerfrei beziehen.

Diese Pauschale gilt zum Beispiel f├╝r die Verg├╝tung der Verantwortlichen in einem Verein. Das k├Ânnen etwa folgende T├Ątigkeiten sein:

  • Vorstand,
  • Kassierer,
  • Schriftf├╝hrer,
  • Platzwart,
  • Jugendleiter oder
  • Amateurschiedsrichter.

Doch sie sind l├Ąngst nicht die einzigen, die eine Ehrenamtspauschale beanspruchen k├Ânnen. Gew├Ąhrt wird sie etwa auch f├╝r die Einnahmen von ehrenamtlichen Tierpflegern, Dolmetschern oder Mitarbeitern von Rettungsdiensten und der freiwilligen Feuerwehr.

T├Ątigkeit darf nicht zu viel Zeit in Anspruch nehmen

In jedem Fall gilt: ÔÇ×Die T├Ątigkeit muss in der Freizeit bzw. im Nebenberuf ausge├╝bt werdenÔÇť, nennt Steuerberater Dill eine der zentralen Voraussetzungen f├╝r die Gew├Ąhrung der Ehrenamtspauschale. Das hei├čt: Sie darf nicht mehr als ein Drittel der Arbeitszeit eines vergleichbaren Vollzeiterwerbs in Anspruch nehmen. Klar ist aber auch, dass Personen profitieren k├Ânnen , die im steuerrechtlichen Sinne gar keinen Hauptberuf aus├╝ben. Das w├Ąren beispielsweise Hausfrauen, Studenten, Arbeitslose oder Rentner.

ÔÇ×Erforderlich ist au├čerdem, dass die T├Ątigkeit entweder bei gemeinn├╝tzigen, mildt├Ątigen oder kirchlichen Einrichtungen oder bei juristischen Personen des ├Âffentlichen Rechts ausge├╝bt wirdÔÇť, so der Limburger Steuerexperte. Zu ersteren z├Ąhlen etwa Vereine oder Stiftungen, zu letzterem beispielsweise Gemeinden.

Freigrenze in H├Âhe von 256 Euro

Was viele Ehrenamtler nicht wissen: ÔÇ×Handelt es sich bei der Verg├╝tung f├╝r das Ehrenamt steuerrechtlich um ,sonstige Eink├╝nfte‘, kann zudem eine j├Ąhrliche Freigrenze von bis zu 256 Euro genutzt werden, bis zu der ebenfalls Steuerfreiheit eintrittÔÇť, erkl├Ąrt Wolfgang Dill. Somit lassen sich sogar 975,99 Euro pro Jahr steuerfrei beziehen.

Unser Beispiel:

Ein Schiedsrichter im Amateurbereich erh├Ąlt f├╝r seine ehrenamtliche T├Ątigkeit insgesamt 900 Euro. Nach Abzug der Ehrenamtspauschale von 720 Euro verbleiben demnach 180 Euro. Die m├╝ssen jedoch nicht versteuert werden, da sie unter die Freigrenze von 256 Euro gefasst werden k├Ânnen. Also bleibt die komplette Verg├╝tung steuerfrei.

Ganz wichtig: ÔÇ×Trotz der Steuerfreiheit m├╝ssen nat├╝rlich alle Einnahmen in der Steuererkl├Ąrung ordentlich aufgef├╝hrt werden ÔÇô sonst wird das Finanzamt ungem├╝tlichÔÇť, mahnt Steuerberater Dill.

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Foto: Gina Sanders/fotolia.de


Was k├Ânnen Sie tun?

Vergleichen Sie als Ehrenamtler Ihre M├Âglichkeiten!

Nicht immer bietet sich die Ehrenamtspauschale als beste Form der Entlohnung im Ehrenamt an. So k├Ânnen bei p├Ądagogisch ausgerichteten T├Ątigkeiten Steuerzahler die steuerfreie ├ťbungsleiterpauschale von 2.400 Euro pro Jahr geltend machen. Aber: F├╝r die betreffende T├Ątigkeit ist der Abzug der Ehrenamtspauschale dann ÔÇ×gesperrtÔÇť. Die gute Nachricht: Eine parallele Inanspruchnahme der beiden Pauschalen ist allerdings bei mehreren unterschiedlichen Ehren├Ąmtern m├Âglich, beispielsweise wenn ein ehrenamtlicher Skilehrer eines Sportvereins auch noch als Vereinskassierer t├Ątig ist. Wir helfen Ihnen dabei, in Ihrer Steuererkl├Ąrung auch bei den ÔÇ×Sonstigen Eink├╝nftenÔÇť auf Nummer sicher zu gehen: kontakt/at/steuerberater-dill.de

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