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DILL-NEWSLETTER 3/2019: Aufgepasst bei der SteuererklÀrung

Kindergeld und Rente sind gestiegen

Kindergeld und Rente sind gestiegenIm Gegensatz zu Brieffreunden hatten Eltern und Rentner Anfang Juli durchaus Grund zur Freude. Zu diesem Zeitpunkt ist nÀmlich nicht nur das Briefporto gestiegen, sondern auch Kindergeld und Rente. Und auch Geringverdiener werden durch eine gesetzliche Neuerung entlastet.

Die Renten sind zum 1. Juli um 3,18% in den alten BundeslĂ€ndern und um 3,91% in den neuen BundeslĂ€ndern gestiegen. FĂŒr eine so genannte Standardrente bedeutet das laut Bundesregierung: KĂŒnftig betrĂ€gt sie im Westen 1.487,18 Euro (45,83 Euro mehr als im Vorjahr) und im Osten 1.435,05 Euro (54 Euro mehr als im Vorjahr).

Mehr Rentner mĂŒssen ihre Steuer erklĂ€ren

„Eine Erhöhung der Rente ist natĂŒrlich zunĂ€chst einmal eine erfreuliche Sache“, sagt Steuerberater Wolfgang Dill aus Limburg. Gleichzeitig aber mahnt der Steuerexperte: „Durch die Rentenanpassung rutschen mehr Rentner in die Steuerpflicht.“ Die Bundesregierung selbst schĂ€tzt, dass nun weitere rund 48.000 Rentner erstmals eine SteuererklĂ€rung abgeben mĂŒssen. Insgesamt sind derzeit etwa 5 Millionen der 17,8 Millionen Altersrentner hierzulande Einkommenssteuerpflichtig.

Alle EinkĂŒnfte bedenken!

„Ob die Pflicht zur Abgabe einer SteuererklĂ€rung besteht, hĂ€ngt aber nicht allein davon ab, ob der steuerpflichtige Teil der Rente den Grundfreibetrag ĂŒbersteigt“, erklĂ€rt Steuerberater Dill. Der steuerliche Grundfreibetrag lag im Besteuerungszeitraum 2018 bei 9.000 Euro. In diesem Jahr hat er sich auf 9.168 Euro erhöht, nĂ€chstes Jahr steigt er dann auf 9.408 Euro.

Allerdings mĂŒssen bei der Ermittlung der Höhe des Gesamtbetrags der EinkĂŒnfte (als ausschlaggebendes Kriterium fĂŒr die Pflicht zur Abgabe einer SteuererklĂ€rung) neben dem steuerpflichtigen Teil der RentenbezĂŒge in der Regel weitere steuerlich relevante Sachverhalte berĂŒcksichtigt werden. „Dazu zĂ€hlen beispielsweise EinkĂŒnfte aus anderen Einkunftsarten, also etwa einer Vermietung“, erlĂ€utert der Limburger Steuerberater.

Eltern können sich ĂŒber mehr Kindergeld freuen

Außerdem stieg zum 1. Juli das Kindergeld um 10 Euro pro Monat. Konkret bedeutet das folgende Höhen fĂŒr das Kindergeld:

fĂŒr das erste und zweite Kind   204 EUR
fĂŒr das dritte Kind   210 EUR
fĂŒr jedes weitere Kind   235 EUR

 

„Auf die nĂ€chste Kindergelderhöhung mĂŒssen Eltern nun aber erstmal ein wenig warten“, weiß Steuerberater Dill. Sie ist nĂ€mlich erst wieder fĂŒr den 1. Januar 2021 vorgesehen.

Kinderfreibetrag wird ebenfalls angehoben

Parallel zur Kindergelderhöhung ist auch der Kinderfreibetrag gestiegen, bereits mit Wirkung zum 1. Januar 2019. Pro Kind und Elternteil betrug er 2.394 Euro im Jahr 2018, ab 2019 steigt er dann auf 2.490 Euro und ab 2020 auf 2.586 Euro. „Dieser Freibetrag wird vom zu versteuernden Einkommen abgezogen. Dadurch wirkt er sich steuermindernd bei der Berechnung der Einkommensteuer aus“, fĂŒhrt Steuerexperte Dill aus. Eltern steht aber nur eines von beiden zu, also entweder das Kindergeld oder der Kinderfreibetrag. Das Finanzamt ermittelt in aller Regel eigenstĂ€ndig, was fĂŒr sie gĂŒnstiger ausfĂ€llt.

Geringverdiener werden steuerlich entlastet

Neben Eltern und Rentnern profitieren auch Geringverdiener von einer weiteren Neuerung. „Sie werden nĂ€mlich bei den SozialbeitrĂ€gen entlastet“, sagt Steuerberater Dill. Dazu steigt die Einkommens-Obergrenze fĂŒr so genannte Midijobs von vormals 850 Euro auf 1.300 Euro. Damit sollen nach Willen des Bundesministeriums fĂŒr Arbeit und Soziales mehr Arbeitnehmer von gĂŒnstigeren Sozialabgaben profitieren.

Anders als bei Minijobs (auch 450-Euro-Jobs genannt), gilt bei den Midijobs grundsĂ€tzlich eine umfassende Versicherungspflicht in der Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Allerdings staffelte die vormalige Gleitzonenregelung diese BeitrĂ€ge je nach Einkommen zwischen 450,01 Euro und 850 Euro (bei gleichzeitig vollen RentenansprĂŒchen). Durch den neuen „Übergangsbereich“ bis 1.300 Euro sollen die VersicherungsbeitrĂ€ge kĂŒnftig dann nicht mehr so abrupt steigen. Außerdem wird sichergestellt, dass die geringeren RentenbeitrĂ€ge, die dann gezahlt werden, nicht zu niedrigeren RentenansprĂŒchen fĂŒhren.

 

Foto: Monkey Business/AdobeStock


Was können Sie tun?

PrĂŒfen Sie die Konsequenzen fĂŒr Ihre SteuererklĂ€rung!

Einige der oben geschilderten Änderungen zu Kindergeld und Rente können direkten Einfluss auf Ihre SteuererklĂ€rung haben. Wir prĂŒfen gerne mit Ihnen gemeinsam, worauf Sie besonders achten mĂŒssen: kontakt/at/steuerberater-dill.de

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