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DILL-NEWSLETTER 6/2017: Die zeitliche Nutzung ist entscheidend

Wie das Home-Office steuerlich abgesetzt wird

Steuerliche Absetzbarkeit des Home-Office

Das Home-Office wird zunehmend beliebter. Immer mehr Angestellte möchten (und können) immer öfter von zuhause aus arbeiten. Das hat allerdings auch steuerliche Auswirkungen. Die Oberfinanzdirektion Niedersachsen hat hierzu nun ausfĂŒhrlich Stellung bezogen; die Regeln haben auch bundesweit GĂŒltigkeit.

FĂŒr Arbeitnehmer liegen die Vorteile eines Home-Office auf der Hand: „Sie arbeiten in der vertrauten Umgebung und sparen sich lange Pendelstrecken ins BĂŒro“, sagt Steuerberater Wolfgang Dill aus Limburg. Und auch fĂŒr Arbeitgeber kann die so genannte Telearbeit Vorteile haben. Moderne OrganisationsplĂ€ne machen es schließlich möglich, einige SchreibtischplĂ€tze und damit BĂŒromiete einzusparen.

Wie genau Arbeitnehmer das hĂ€usliche Arbeitszimmer in der SteuererklĂ€rung berĂŒcksichtigen können bzw. mĂŒssen, ist nun einem aktuellen Schreiben der Oberfinanzdirektion Niedersachsen zum Thema Home-Office bzw. Telearbeit zu entnehmen:

Variante I: Telearbeit ausschließlich am Heimarbeitsplatz (Home-Office)

Wird der Steuerpflichtige ausschließlich am Heimarbeitsplatz (im Home-Office) tĂ€tig und steht ihm im BĂŒro des Arbeitgebers auch kein anderer Arbeitsplatz zur VerfĂŒgung, befindet sich hier der Mittelpunkt der betrieblichen/beruflichen TĂ€tigkeit. „Die Aufwendungen fĂŒr das hĂ€usliche Arbeitszimmer muss das Finanzamt dann im vollen Umfang als Werbungskosten berĂŒcksichtigen“, stellt Steuerberater Dill klar.

 

Variante II: Drei Tage Home-Office

Wird der Steuerpflichtige qualitativ in gleicher Weise im hĂ€uslichen Arbeitszimmer und im BĂŒro des Arbeitgebers tĂ€tig, ist die zeitliche Komponente ausschlaggebend. Verbringt der Steuerpflichtige die ĂŒberwiegende Arbeitszeit (bei einer Vollzeitstelle also z.B. an drei von fĂŒnf Arbeitstagen) im hĂ€uslichen Arbeitszimmer, befindet sich hier dann auch der Mittelpunkt der betrieblichen/beruflichen TĂ€tigkeit. „Auch dann sind die Aufwendungen im vollen Umfang abzugsfĂ€hig“ so der Limburger Steuerexperte.

 

Variante III: Zwei Tage Home-Office

Wird der Steuerpflichtige quantitativ ĂŒberwiegend im BĂŒro des Arbeitgebers tĂ€tig (bei einer Vollzeitstelle also z.B. an drei von fĂŒnf Arbeitstagen), so befindet sich der Mittelpunkt der TĂ€tigkeit außerhalb des hĂ€uslichen Arbeitszimmers. „Dann sind die Aufwendungen in der Regel auch nicht als Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten abzugsfĂ€hig“, gibt Steuerberater Dill zu bedenken. Anders ist es, wenn dem Steuerpflichtigen an den hĂ€uslichen Arbeitstagen im BĂŒro des Arbeitgebers gar kein Arbeitsplatz zur VerfĂŒgung steht, z.B. weil sein Schreibtischplatz an diesen Tagen anderweitig belegt ist. „In diesem Fall können die Aufwendungen mit bis zu 1.250 Euro berĂŒcksichtigt werden“, informiert Dill.

Übrigens: Ersatzleistungen des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer fĂŒr Aufwendungen eines hĂ€uslichen Arbeitszimmers können nicht steuerfrei gezahlt werden, heißt es im Schreiben der Oberfinanzdirektion weiter. „Es handelt sich bei solchen Zahlungen um steuerpflichtigen Arbeitslohn“, erklĂ€rt Steuerberater Wolfgang Dill. Gleiches gilt bei Zahlung eines pauschalen BĂŒrokostenzuschusses oder bei Übernahme der Kosten fĂŒr die BĂŒroeinrichtung, also z.B. Telefon, FaxgerĂ€t, Kopierer usw.

Internet-Link:

Schreiben der Oberfinanzdirektion Niedersachsen (OFD Niedersachsen, Scheiben vom 27. MĂ€rz 2017, S 2354 – 118 – St 215)

Foto: nakopho/fotolia.de


Was können Sie tun?

Achten Sie auf die Feinheiten in Ihrer SteuererklÀrung!

Sie planen als Arbeitnehmer oder Arbeitgeber eine Home-Office-Lösung? Setzen Sie sich vorab in jedem Fall mit uns als Steuerberater in Verbindung! Gemeinsam suchen wir proaktiv nach der (auch!) steuerlich besten Lösung. Denn rund um das Home-Office gilt es viele steuerliche Feinheiten in der SteuererklÀrung zu beachten, z.B. beim Thema Ausstattung des hÀuslichen Arbeitszimmers oder Erstattung der Fahrtkosten zum Arbeitgeber. Sprechen Sie uns hierzu an, wir beraten Sie gerne: kontakt/at/steuerberater-dill.de

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