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DILL-NEWSLETTER 1/2019: Ă„nderungen im Steuerrecht 2019 im Ăśberblick

SpĂĽrbare Entlastung fĂĽr viele Steuerzahler

Spürbare Entlastung für viele SteuerzahlerZu Beginn des Jahres 2019 sind einige Änderungen im Steuerrecht in Kraft getreten. Viele Änderungen kommen gerade der finanziellen Entlastung von Familien zugute, etwa die Erhöhung des Kindergelds. Alle Einkommensteuerzahler profitieren von der Anhebung des Grundfreibetrags.

Länger Zeit für die Steuererklärung, ein höherer Grund- und Kinderfreibetrag sowie mehr Kindergeld: 2019 bringt einige Neuerungen im Steuerrecht. „Für viele Steuerzahler bedeuten die Änderungen tatsächlich eine spürbare Entlastung“, freut sich Steuerberater Wolfgang Dill aus Limburg.

Rentner aufgepasst:
Alle EinkĂĽnfte bedenken!

Zum 1. Juli 2019 steigt die Rente – im Westen voraussichtlich um 3,2 Prozent, im Osten um 3,9 Prozent (die tatsächliche Höhe der Rentenanpassung wird erst im März 2019 feststehen). Bereits jetzt ist aber klar, dass durch die Rentenanhebung mehr Rentner in die Steuerpflicht rutschen werden. Die Bundesregierung schätzt, dass rund 48.000 Rentner dann eine Steuererklärung abgeben müssen. Wichtig ist, dass alle Einkünfte bedacht werden, also etwa auch aus der Vermietung und Verpachtung.

Hier das Wichtigste im Ăśberblick:

  • Grundfreibetrag: Der Grundfreibetrag steigt um 168 Euro auf 9.168 Euro. Infolgedessen werden 2019 bei einem Ledigen erst ab einem zu versteuernden Einkommen von mehr als 9.168 Euro im Jahr Steuern fällig. Bei Ehepaaren oder eingetragenen Lebenspartnern verdoppelt sich der Betrag dementsprechend auf 18.336 Euro.
  •  Kindergeld: Das Kindergeld steigt ab 1. Juli 2019 um zehn Euro im Monat pro Kind. FĂĽr die ersten beiden Kinder beträgt es dann monatlich je 204 Euro, fĂĽr das dritte Kind 210 Euro. Ab dem vierten Kind erhalten Eltern jeweils 235 Euro.
  • Kinderfreibetrag: Der Kinderfreibetrag erhöhte sich bereits zu Jahresanfang um 192 Euro auf 4.980 Euro. „Mit dem Freibetrag fĂĽr Betreuung und Erziehung oder Ausbildung können Eltern nunmehr 7.620 Euro pro Kind steuerlich geltend machen“, rechnet Steuerexperte Dill vor.
  • Unterhalt: FĂĽr das Jahr 2019 erhöhen sich die Unterhaltskosten, die als auĂźergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden können, um 168 Euro auf maximal 9.168 Euro.
  • Kalte Progression: Die Eckwerte des Einkommensteuertarifs werden verschoben. Dadurch soll die so genannte „kalte Progression“ ausgeglichen werden. Kalte Progression tritt dann ein, wenn Lohn- und Gehaltssteigerungen lediglich die Inflation ausgleichen, es aber trotzdem wegen der mit höheren Einkommen steigenden Steuersätze zu einer Steuermehrbelastung kommt. „Durch die Verschiebung der Tarifeckwerte wird ein Inflationsausgleich in den Einkommensteuertarif eingebaut“, erläutert der Steuerberater.
  • Altersvorsorgeaufwendungen: Steuerpflichtige können Vorsorgeaufwendungen fĂĽr das Alter steuerlich besser absetzen, wie zum Beispiel Beiträge zur gesetzlichen Rentenkasse oder zu Versorgungswerken. Bis zu einem Höchstbetrag von 24.305 Euro sind diese als Sonderausgaben zu berĂĽcksichtigen. Maximal können 88 Prozent abgesetzt werden. „Bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, wird von den Vorsorgeaufwendungen der steuerfreie Arbeitgeberanteil abgezogen“, fĂĽhrt Wolfgang Dill aus.

Steuerliche Förderung für die Mobilität von Arbeitnehmern

  • Steuerfreiheit von FahrtkostenzuschĂĽssen und Jobtickets: Zusätzlich gewährte Arbeitgeberleistungen fĂĽr Fahrten im Linienverkehr zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte im öffentlichen Personennahverkehr sind ab 2019 gesondert steuerfrei gestellt. „Dies gilt sowohl fĂĽr BarzuschĂĽsse als auch fĂĽr Sachleistungen wie das so genannte Jobticket“, sagt Wolfgang Dill. Der steuerfeie Vorteil ist dabei auf die steuerliche Entfernungspauschale anzurechnen. FĂĽhrt die Entfernungspauschale zu einem höheren Steuervorteil als die Steuerfreiheit des Jobtickets, kann der Arbeitnehmer den darĂĽber hinaus gehenden Betrag bei der Absetzung der Werbungskosten geltend machen. Ăśbrigens: Sowohl den Zuschuss als auch das Jobticket dĂĽrfen Arbeitnehmer ohne steuerliche Folgen selbstverständlich auch fĂĽr private Zwecke nutzen.
  • Steuerfreiheit der Nutzung von Fahrrädern und E-Bikes: Der vom Arbeitgeber zusätzlich (zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn) gewährte geldwerte Vorteil aus der Nutzung von Dienstfahrrädern ist ab 2019 bis 2021 steuerfrei. „Entsprechendes gilt fĂĽr die Nutzung eines dienstlichen Elektrofahrrads – aber nur, wenn es verkehrsrechtlich nicht als Kraftfahrzeug einzuordnen ist“, so Steuerberater Dill. Noch ein Vorteil: Das Finanzamt rechnet den geldwerten Vorteil nicht auf die Entfernungspauschale an. Vorsicht: „Eine  Gehaltsumwandlung ist nicht möglich“, warnt der Limburger Steuerexperte.
  • Förderung von Elektrodienstfahrzeugen: Bei der Versteuerung des geldwerten Vorteils aus der privaten Nutzung vom Arbeitgeber ĂĽberlassener Elektrofahrzeuge oder Hybridelektrofahrzeuge im Sinne von §3 des Elektromobilitätsgesetzes wird die Bemessungsgrundlage halbiert. Konkret heiĂźt das: „Der Arbeitnehmer muss also nur den halben geldwerten Vorteil versteuern, genauer gesagt monatlich 0,5 % des Kfz-Bruttolistenpreises anstatt 1 %“, erklärt  Steuerberater Dill. Aber: Diese Ermäßigung gilt nur fĂĽr Dienstwagen, die zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 31. Dezember 2021 angeschafft werden.

Mehr Zeit für die Steuererklärung – vor allem bei professioneller Hilfe durch den Steuerberater

  • Länger Zeit fĂĽr die Steuererklärung: FĂĽr die Abgabe der Steuererklärung 2018 gelten erstmals offiziell neue Fristen. Generell haben alle im Vergleich zur bisherigen Regelung zwei Monate mehr Zeit. Konkret: Wer zur Abgabe der Steuererklärung 2018 verpflichtet ist und diese selbst anfertigt, hat dafĂĽr bis Ende Juli 2019 Zeit (bisherige Abgabefrist: 31. Mai). „Wer abgeben muss und sich fĂĽr die Erstellung professionelle Hilfe holt, kann sich fĂĽr die Einreichung der Steuererklärung 2018 sogar bis Ende Februar 2020 Zeit lassen“, so der Limburger Steuerberater. Bisher hatte sich die Abgabefrist bei Einholung der Hilfe etwa durch einen Steuerberater nur bis zum 31. Dezember eines Jahres verschoben.

Foto: JeanLuc/AdobeStock


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Für alle konkreten Fragen und Anliegen rund um das Steuerrecht stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Im persönlichen Gespräch klären wir mit Ihnen gemeinsam Ihre individuellen Steuerspar-Möglichkeiten: kontakt/at/steuerberater-dill.de

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