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DILL-NEWSLETTER 4/2019: Steuerliche VergĂŒnstigungen fĂŒr Eltern

Was Ihnen wÀhrend der Ausbildung des Kindes zusteht

Was Eltern wÀhrend der Ausbildung des Kindes zustehtViele Eltern beteiligen sich auch wÀhrend der Ausbildung oder des Studiums ihres Kindes finanziell an dessen Lebensunterhalt. Dabei greift ihnen immerhin der Fiskus mit bestimmten Steuervorteilen unter die Arme.

„NatĂŒrlich schenken Kinder viel Freude“, weiß Steuerberater Wolfgang Dill nur allzu gut aus eigener Erfahrung. Er behĂ€lt aber auch einen realistischen Blick: „Umsonst ist ihre Erziehung leider nicht zu haben.“ FĂŒr ein Kind fĂ€llt von der Geburt bis zum 18. Geburtstag ein betrĂ€chtliches SĂŒmmchen an Ausgaben an – rund 126.000 Euro, hat das Statistische Bundesamt errechnet.

„Und nach dem 18. Geburtstag stellen Eltern ihre Zahlungen ja nicht automatisch ein“, sagt der Limburger Steuerexperte. „In aller Regel unterstĂŒtzen sie ihre Kinder noch wĂ€hrend der Ausbildung oder des Studiums finanziell.“ Da können weitere erhebliche Kosten auf die Eltern zukommen. Wenigstens hilft hier der Staat etwas aus.

Die wichtigsten staatlichen Maßnahmen im Überblick:

  • Das Kindergeld kann bis zum 25. Geburtstag eines Kindes ausgezahlt werden. „Das gilt aber nur, wenn das Kind sich erstmalig in einer Ausbildung oder im Studium befindet“, erklĂ€rt Steuerberater Dill. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn das Kind daneben eigenes Geld verdient. Unbeachtlich sind in aller Regel eine ErwerbstĂ€tigkeit bis zu 20 Stunden regelmĂ€ĂŸiger Wochenarbeitszeit, ein AusbildungsdienstverhĂ€ltnis oder ein geringfĂŒgiges BeschĂ€ftigungsverhĂ€ltnis. Die Höhe des Kindergelds liegt aktuell bei 204 Euro monatlich jeweils fĂŒr das erste und zweite, bei 210 Euro fĂŒr das dritte und bei 235 Euro fĂŒr jedes weitere Kind. (Zum 1. Januar 2021 steigen diese BetrĂ€ge um jeweils 15 Euro.)
  • „Im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung prĂŒft das Finanzamt automatisch, ob die Eltern durch die GewĂ€hrung bestimmter FreibetrĂ€ge finanziell möglicherweise besser gestellt wĂ€ren“, sagt Steuerexperte Dill. Dazu zĂ€hlen der Kinderfreibetrag in Höhe von 2.490 Euro sowie der Freibetrag fĂŒr Betreuung, Erziehung und Ausbildung in Höhe von 1.320 Euro pro Elternteil, insgesamt 3.810 Euro. FĂŒr zusammen zur Einkommensteuer veranlagte Ehegatten gilt demnach der doppelte Betrag, insgesamt also 7.620 Euro.

Was, wenn das Kind gar nicht mehr zuhause wohnt?

  • Oft lebt ein volljĂ€hriges Kind wĂ€hrend seiner Berufsausbildung bzw. seines Studiums aber gar nicht mehr im Elternhaus. „Wenn allerdings nach wie vor ein Kindergeldanspruch besteht, können die Eltern einen Ausbildungsfreibetrag in der EinkommensteuererklĂ€rung abziehen“, merkt Wolfgang Dill an. Dieser Ausbildungsfreibetrag wird zusĂ€tzlich zu Kindergeld bzw. Kinderfreibetrag gewĂ€hrt. Er betrĂ€gt maximal 924 Euro pro Jahr. Wichtig zu wissen: FĂŒr jeden Kalendermonat, in dem die Voraussetzungen fĂŒr die GewĂ€hrung des Freibetrags nicht vorgelegen haben, vermindert sich der Jahresfreibetrag um ein Zwölftel. Das gilt etwa, wenn das Kind wĂ€hrend der Semesterferien statt im Wohnheim vorĂŒbergehend wieder im Haushalt der Eltern wohnt; einfache Besuche sind aber natĂŒrlich gestattet.
  • Eltern können zudem die im Rahmen ihrer Unterhaltsverpflichtung ĂŒbernommenen BeitrĂ€ge zur Kranken- und Pflegeversicherung ihres (steuerlich anerkannten) Kindes als eigene Sonderausgaben abziehen.

Auch nach dem 25. Geburtstag des Kindes noch Unterhalt geltend machen

  • Nun beendet nicht jedes Kind seine Ausbildung oder sein Studium vor Vollendung seines 25. Lebensjahres (zumal manche aufeinander aufbauenden AusbildungsgĂ€nge bzw. StudienfĂ€cher zu einer erstmaligen Ausbildung gezĂ€hlt werden). „Der Anspruch auf Kindergeld oder KinderfreibetrĂ€ge entfĂ€llt dann aber in der Regel trotzdem“, berichtet Steuerberater Dill. Er hat jedoch auch eine gute Nachricht: „Eltern können Unterhaltszahlungen an ihr Kind dann eventuell als außergewöhnliche Belastung geltend machen“, sagt der Limburger Steuerexperte. Das heißt, sie können maximal 9.168 Euro (im Jahr 2019) als außergewöhnliche Belastung abziehen (Höchstbetrag fĂŒr 2018: 9.000 Euro, fĂŒr 2020: 9.408 Euro). Wichtig zu wissen ist, dass eigene EinkĂŒnfte und BezĂŒge des Kindes von mehr als 624 Euro den absetzbaren Höchstbetrag mindern.

Zum Weiterlesen:

Die „erstmalige Berufsausbildung“ und das Kindergeld

Der Fiskus beteiligt sich an den Kosten fĂŒrs WG-Zimmer

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Foto: goodluz/AdobeStock


Was können Sie tun?

PrĂŒfen Sie Ihren Anspruch auf Kindergeld bzw. KinderfreibetrĂ€ge gemeinsam mit dem Experten!

Viele junge Leute haben wĂ€hrend ihres Studiums oder ihrer Ausbildung zusĂ€tzlich noch in einem Nebenjob. Damit das nicht zum Ärger mit dem Finanzamt fĂŒhrt und möglicherweise den Anspruch auf das Kindergeld gefĂ€hrdet, sind bestimmte Spielregeln zu beachten. Wir beraten Sie gerne zu allen maßgeblichen Details, auch zu der Geltendmachung von FreibetrĂ€gen fĂŒr die Ausbildung Ihres Kindes: kontakt/at/steuerberater-dill.de

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